Mittlerweile haben wir ja die kochend heiße Karibikküste hinter uns gelassen, denn das ging wirklich nicht mehr. Im unbestreitbar wunderschönen Cartagena fängt man schon früh um 7 an zu schwitzen, selbst wenn man bewegungslos im Bett verharrt. Daran konnte auch ein netter, wenn auch beinahe unerträglich touristischer Bootsausflug zum schönsten Strand der Gegend nichts ändern. Kolumbianische Touristen benehmen sich auch nicht besser als ausländische.

Cartagenas moderner Stadtteil bei der Rückkehr von unserem Bootsausflug.

Uns blieb also keine Wahl, wir mussten nach Süden, in die Berge. Ursprünglich war Medellín geplant, was seit dem gewaltsamen Tod Pablo Escobars und dem darauf folgenden Zerfall seines Kokain-Kartells als verhältnismäßig sicher und obendrein als Stadt des ewigen Frühlings gilt. Leider hielt uns ein anderes Kartell davon ab, nämlich das der Busgesellschaften, die schamlos Fahrpreise von Cartagena in ebenjene angenehm klimatisierte Stadt in die Höhe treiben. Daher landeten wir schließlich in San Gil, einer Abenteuersporthochburg, die uns allerdings nicht völlig überzeugen konnte. Allerdings besticht sie durch ihre Umgebung mit Wasserfall und verpennten Dörfchen.

Nicht der größte Wasserfall in der nächsten Umgebung...

Wir ließen es uns aber natürlich nicht nehmen, eine Abenteuer-Erfahrung mehr zu sammeln und so fanden wir uns matschbeschmiert uns klitschenass in einer dunklen Höhle wieder. Lustig war’s!

Rumkugeln. Ich bin das in der Mitte. Nota bene Jonas' Shirt!

Derzeit halten wir uns in Villa de Leyva auf, einem wirklich ganz reizenden Stätdchen in den Anden, das durch Panorama und Beschaulichkeit besticht.

Mag wie eine Fotomontage anmuten, ist aber völlig echt.

In der Umgebung kann man einiges erkunden, so auch ein fast vollständiges Ichthyosaurus-Fossil (das war also mal ein schwimmender Dino) und hübsche Seen, in denen man baden könnte, wenn es wärmer wäre. Gestern dann latschten wir einmal mehr stundenlang bergauf, um traumhafte Ausblicke und karge Berglandschaft mit geheimnisvoll wabernden Wolken im Iguaque Nationalpark zu genießen. Das war anstrengend, dafür aber teuer. Heute gucken wir Fußball und hoffen, dass unser aller Lieblingself noch die Bronzemedaille holt, auch wenn ich es Uruguay von Herzen gönnen würde. Die darauf folgende Party wäre dann hier drüben sicher auch besser.


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Kommentare ( 1 Kommentar )

Ach ihr Lieben, es freut mich so, dass ihr so viele tolle Erlebnisse habt. Würde auch gern in die Berge flüchten bei der Hitze, aber es ist Prüfungszeit. Naja, der Badesee um die Ecke tut’s daweile auch. Seid lieb gegrüßt, Katha

Katha schrieb dies am 11.07.10 um 6:32 am.

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