Also, wie ist Ciudad Perdida? Schließlich ist sie der Grund für die meisten Backpacker, überhaupt nach Santa Marta zu kommen (da es sich hierbei um eine ziemlich unspektakuläre Stadt handelt). Fünf Tage wandern, dass man schwitzt wie nie zuvor, fünf Tage Flüsse überqueren, schlammige Abhänge hinunterrutschen, Moskitos hassen und trotzdem von ihnen und ihren Freunden gestochen werden. Fünf Tage in wunderschönem Regenwald wandeln, in gemütlichen Hängematten schlafen, nette Leute kennen lernen, in besagten Flüssen schwimmen.

Foto: Simon Crewdson

Das Ziel des Ganzen bekamen wir erst am Morgen des vierten Tages zu Gesicht, eine über 1000 Jahre alte Stätte, die sich in Form von eiförmigen Terrassen und einem Gewirr aus Treppen und Pfaden über unbeschreiblich grüne Hänge zog. Dazu fantastische Aussicht und Sonnenschein, der um die Uhrzeit noch nicht zu heiß war. 1200 rutschige kantige Stufen musste man erklimmen – aber abwärts war’s eigentlich viel schwerer und so mancher blauer Fleck dürfte auf Backpackerpopos erblüht sein.

Als Zugabe kann man jede Menge Indígenas treffen, die dort tatsächlich mitten im Urwald in winzigen Dörfern leben und die sich nur ungern fotografieren lassen. Einige von ihnen arbeiten allerdings auch für eines der vier Unternehmen, die die Touren (zu abgesprochenen Preisen) organisieren, als Guide oder als Maultiertreiber, also so furchtbar abgeschottet sind sie jetzt auch nicht, jedenfalls nicht diejenigen, die entlang der Gringoroute wohnen.

Morgen fahren wir nach Cartagena, da wir heute nicht umhin kamen, zusammen mit einigen der sehr zahlreichen Engländer das Deutschland-England-Match anzuschauen (jawoll!) und es deshalb dafür jetzt zu spät ist. Naja, bestell ich mir noch einen Eimer Saft.


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Kommentare ( 2 )

bei dem ganzen saftgetrinke mache ich mir ernsthaft sorgen, womit du das zurück in deutschland angemessen ersetzen möchtest!?!? das klingt nach einer saftentziehungskur für dich! als therapieort empfehle ich wärmstens kopenhagen ;)))

Jan schrieb dies am 27.06.10 um 11:41 am.

Hm-m, hab gehört, ihr habt da jede Menge Substitutionsoptionen… Übrigens hat mein Zahnschmelz mir bereits mitgeteilt, dass ihm die enormen Mengen Fruchtsäure, die täglich an ihm entlangspülen, auf Dauer nicht gefallen. Ich bin also schon auf Entzug; zum Glück gibt es hier Kaffee umsonst!

admin schrieb dies am 29.06.10 um 6:06 am.

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